An die Geschichte anknüpfen – Webereiquartier in Herford

Lageplan Gesamtgrundstück mit Umfeld Westring
Lageplan Gesamtgrundstück mit Umfeld Westring
Konzeptskizze Umnutzung mit Blick auf Gemeinschaftsbereiche- und Grünzonen.
Konzeptskizze Umnutzung mit Blick auf Gemeinschaftsbereiche- und Grünzonen.
Lageplan in Skizzenform inkl. Angaben der Nutzflächen in qm
Lageplan in Skizzenform inkl. Angaben der Nutzflächen in qm
Das Herzstück des Konzepts: das ehemalige Kesselhaus wird Konzept-Gastronomie.
Das Herzstück des Konzepts: das ehemalige Kesselhaus wird Konzept-Gastronomie.
Lageplan als Perspektivansicht
Lageplan als Perspektivansicht
Darstellung des Konzepts mit Blick auf Lebensraumqualität.
Darstellung des Konzepts mit Blick auf Lebensraumqualität.
Darstellung des neuen Webereigebäudes mit Sichtbezug in die Produktion/Verkaufsflächen.
Darstellung des neuen Webereigebäudes mit Sichtbezug in die Produktion/Verkaufsflächen.

Die Grundlage – Weberei Weddigen, »seit 1900 ein Begriff für feines Leinen«. Über hundert Jahre lang wurde hier traditionelles »Bielefelder Leinen« gewebt, zum Schluss vor allem Aussteuer, Kirchenleinen und Handarbeiten. Inzwischen bleibt die Kundschaft aus und die Weberei muss schließen. Zurzeit allerdings wird der Betrieb noch in reduziertem Rahmen weitergeführt. Für die Zeit nach der Schließung hat der Eigentümer vorgesehen das Gelände in Schritten zu entwickeln.

 

Die Idee - Um den Faden der Geschichte nicht abreißen zu lassen und den Geist dieses historischen Ortes zu bewahren, soll der Erhalt des architektonischen Herzstücks der Weberei, das Kesselhaus, wesentlicher Bestandteil des Konzepts zur Quartier-Entwicklung sein. Alle neuen Wegachsen führen zu diesem Gebäude, das gemeinsam mit dem umliegenden Platz den zentralen Anker in einem ansonsten neu entwickelten und bebauten Areal darstellt.

 

Konzept und Umsetzung -  Das hallenartige Kesselhaus mit dem Sheddach verkörpert den besonderen Charme vergangener Industriearchitektur und bietet den idealen Rahmen für stimmungsvolle Konzept-Gastronomie. Der übrige Bestandsbau wird abgerissen, sodass das Gebäude freisteht, und die Fensteröffnungen werden wieder aktiviert. Hinterer Teil und Flachdachbau werden ebenfalls abgerissen und durch einen eingeschossigen Anbau für Nebenräume und Küche ersetzt. Im direktem Bezug zum zentralen Kesselhaus sollen auf dem Gelände vier weitere jeweils bis zu vier Stockwerke zählende Gebäude mit Flachdach und Klinkerfassade entstehen, deren Nutzung von einer Bäckerei über Büro- und Praxisflächen bis hin zu Einzelhandel und Wohnraum reichen kann.


Klinker und Ziegel sind die prägenden gestalterischen Elemente des Quartiers, Klinker auch als Material für das von Bäumen gesäumte Fußwegeystem. Weiteres bauliches Element sind Glaskuben, die die geplante klare Fassadengliederung mit Lochfassaden visuell auflockern. Ein weiterer kleiner ›Platz der Aussicht‹ öffnet den Blick auf den Herforder Berg und weitere, nördlich des Quartiers – zum Beispiel auf der Fläche der Sparkasse – neu entstandene und eventuell entstehende Gebäude. Um das Quartier autofrei zu gestalten, soll es über eine Tiefgarage mit ausreichend Parkplätzen versorgt werden. So kann ruhigem Wohnen, effektivem Arbeiten und entspanntem Genießen im Weberei-Quartier nichts mehr im Wege stehen.

Leistungen

Analyse und Recherche
Grundstückssicherung
Nutzungskonzeption
Vorplanungskonzept
Vermarktung
Projektfinanzierung
Kostenrahmen
Terminrahmen
Ertragskonzept
Risikoprüfung
Entscheidungsvorbereitung

+
Tags Ideen