Ein Platz im Leben – Hospiz am Naherholungsgebiet

Skizze Lageplan mit Umgebung
Skizze Lageplan mit Umgebung
Aufsicht Detail Bereich Kinderhospiz
Aufsicht Detail Bereich Kinderhospiz
Technische Zeichnung Ansicht Nord und Süd
Technische Zeichnung Ansicht Nord und Süd
Visualisierung Ansicht Nord und Süd
Visualisierung Ansicht Nord und Süd
Technische Zeichnung Ansicht West und Ost
Technische Zeichnung Ansicht West und Ost
Visualisierung Ansicht West und Ost.
Visualisierung Ansicht West und Ost.
Modell Ansicht Süd-West
Modell Ansicht Süd-West
Modell Ansicht Nord-West
Modell Ansicht Nord-West
Modell Ansicht Süd-Ost
Modell Ansicht Süd-Ost

Die Grundlage – ein persönlicher Bezug zum Thema durch die eigene ehrenamtliche Tätigkeit beim ambulanten Hospizdienst der Diakonie Bad Oeynhausen.

 

Die Idee – ein stationäres Hospiz im Kreis Herford zu errichten. Schon bald lagen einige Grundstücksvorschläge in Löhne und Bad Oeynhausen vor, jedoch noch keine weitergehende Bedarfsanalyse. So wurde zunächst der Kontakt zu bestehenden Hospizen gesucht und hergestellt, Meinungen und Erfahrungen wurden erfragt und auch Gespräche mit potenziellen Trägern geführt, um die möglichen Grundlagen der Finanzierung sowie der Finanzierung im laufenden Betrieb zu prüfen.

 

Die Vorplanung – Die vorgeschlagenen Grundstücke wurden entsprechend analysiert und stellten sich aus den verschiedensten Gründen als nicht ideal für die geplante Nutzung heraus. In Gesprächen mit der Stadt Löhne ergab sich ein neuer potenzieller Standort direkt an der Aqua Magica. Zentral gelegen und gleichzeitig naturnah in unmittelbarer Fußnähe zu parkähnlichen Grünflächen, entsprach der Vorschlag den im Vorfeld erarbeiteten Kriterien. Die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, wurden kontaktiert und ein notarieller Vorvertrag wurde erarbeitet. Gleichzeitig wurden Vorgespräche zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit der Stadt Löhne geführt.

 

Der Entwurf – sieht ein Hospiz für Erwachsene vor, das bis zu zehn Gäste aufnehmen kann. Gestalterisch orientiert er sich an dem in dieser Region prägenden klassischen Einfamilienhaus mit Satteldach. Ein zentrales, 2-geschossiges Eingangsgebäude empfängt die Gäste, die An- und Zugehörigen genauso wie eventuelle externe Besucher. Während das Gebäude einerseits jedem Besucher offensteht, ist es gleichzeitig so angelegt, dass es die Privatsphäre seiner vorübergehenden Bewohner schützt und wie eine Art „Filter“ die Besucher entsprechend ihren Eigenschaften und Zugehörigkeiten in die für sie vorgesehenen Räumlichkeiten lenkt. Im 1. Obergeschoss zum Beispiel ist Platz für Seminar- und Allgemeinräume zur multifunktionalen Nutzung im Zusammenhang mit der Hospiztätigkeit.

 

Die Erweiterung – Hospiz für fünf Kinder im rückwärtigen Bereich des Grundstücks als Ergänzung zum Erwachsenen-Hospiz. Im Gegensatz zum anderen Gebäude des Ensembles ist es eingeschossig geplant und in seiner Gestaltung der bauhausähnlichen, klassischen Kubatur nachempfunden. Mit seinem verspielteren „Lego“-Design setzt es sich deutlich ab, seine Dachfläche wird zur ergänzenden Erlebnis- und Veranstaltungsfläche.
Aufgrund des natürlichen Gefälles des Grundstücks wird das nach Süd-West und Richtung der ehemaligen Kiesgrube und dem heutigen Landschaftsschutzgebiet ausgerichtete Untergeschoss natürlich beleuchtet. Die multifunktionalen Gemeinschaftsräume und Räume zum Spielen werden – auch aus akustischen Gründen – dem übrigen Ensemble gegenüber vertieft angeordnet.
Das Gebäude könnte entweder gleichzeitig oder separat in einem folgenden Bauabschnitt umgesetzt werden.

 

Chancen und Perspektiven – Was den Erbau zweier Hospize auf einem Grundstück betrifft, gehen die Meinungen weit auseinander. Die Mehrheit befürwortet separate Standorte mit der Begründung, dass die Begleitung der unterschiedlichen Altersgruppen in ihren spezifischen Situationen unterschiedliche Ansprüche stelle und entsprechend unterschiedliches Betreuungspersonal erfordere. Zum Beispiel berücksichtige ein Kinderhospiz längere und sich wiederholende Aufenthalte der Gäste mit und ohne ihre Familien bzw. Eltern.
Aus Sicht der planenden Architekten allerdings ist die bauliche Anordnung der Gebäude auf dem Grundstück so gewählt, dass dem harmonischen Nebeneinander und der Idee, beide Hospize an einem Ort umzusetzen, nichts entgegensteht. Im Gegenteil sehen sie in dieser – wenn auch unüblichen – Form der stationären Hospizarbeit die Möglichkeit, Menschen aller Altersgruppen auch in der schwierigsten Phase ihres Lebens einen Platz im Leben und in menschlicher Gemeinschaft anzubieten.

Leistungen

Analyse und Recherche
Grundstückssicherung
Nutzungskonzeption
Vorplanungskonzept
Vermarktung
Projektfinanzierung
Kostenrahmen
Terminrahmen
Ertragskonzept
Risikoprüfung
Entscheidungsvorbereitung

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Tags Ideen